22. Mai 2012 Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.
1937 – 2012 Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. 75 Jahre Forschung und Entwicklung sowie Prüfung und Weiterbildung für das Gasfach
Seit Anfang der dreißiger Jahre wurde in Gründungsaufrufen in der Zeitschrift „Gas“ die Forderung nach einem „Forschungsinstitut für Gaswärme“ erhoben, um das Gebiet der Gasverwendung in der Wissenschaft zu etablieren. Es sollten über gemeinsame Forschungsarbeiten alle Kräfte des Gasfachs gebündelt werden, um im Wettbewerb mit anderen Energiearten bestehen zu können. Im Mai 1937 wurde schließlich das Gaswärme-Institut (GWI) als Teil der Vereinigten Institute für Wärmetechnik gegründet. Nach der Aufnahme der Institutstätigkeit lag der Schwerpunkt der Arbeiten im Bereich des Gewerbes und der Industrie, bei der Prüfung der Verwendbarkeit und der Vorteile der Gaswärme im betrieblichen Einsatz, bei der Bearbeitung ofentechnischer Probleme, z. B. Brennerkonstruktionen, bei Fragen der Wärmeübertragung und -verteilung. Viele dieser Themen sind nach wie vor aktuell und werden heute unter dem Stichwort „Energieeffizienz“ zusammengefasst.
Das GWI wird 1941 vom DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein - als offizielle Prüfstelle für gewerbliche und industrielle Gasanlagen anerkannt. Es folgten eine Reihe weiterer Zulassungen und Zertifizierungen, sodass das GWI heute eines der wichtigsten Prüflabore vor allem für Gasverbrauchseinrichtungen ist. Durch die wissenschaftliche Zuarbeit und Begleitung der Regelwerksarbeit, durch gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen und durch das Zusammenspiel von Prüfung und Zertifizierung ist das GWI ein wichtiger Partner für den DVGW.
Seit 1955 ist das GWI selbständig, 1970 wurde das Gelände an der Hafenstrasse in Essen bezogen und 1999 erfolgte eine umfassende Erweiterung der Labor- und Versuchseinrichtungen.
Im Laufe der Zeit widmete sich das GWI vermehrt auch anwendungstechnischen Fragestellungen in der häuslichen Gasverwendung. Dabei stand zunächst die Austauschbarkeit von Brenngasen im Vordergrund. Mit dem Ende des Stadtgases durch den Einstieg in das Erdgaszeitalter nahmen die Aktivitäten zu, da durch den stetigen Ausbau der öffentlichen Gasversorgung die Gasanwendungstechniken einen entsprechenden Aufschwung nahmen.
Aktuell fokussieren sich die Arbeiten auf die Gestaltung der Energiewende, wobei sich das Gaswärme-Institut schon seit einiger Zeit hin zu einem Gas- und Wärme-Institut entwickelt, denn die Integration der erneuerbaren Energien in die bestehenden Versorgungsstrukturen stellt eine der wichtigsten Aufgaben dar. Weitere Themenschwerpunkte liegen bei der Kraft-Wärme-Kopplung in der häuslichen Energieversorgung sowie der Erzeugung von Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom.
Das sind nur kleine Schlaglichter aus der langen traditionsreichen Zeit, während der das GWI stets eng mit der Branche wichtige Themen aufgegriffen und anwendungsnahe sowie praxisorientierte Lösungen erarbeitet hat. Heute ist das GWI mehr denn je mit den Themen und Fragestellungen rund um die Energiewende und damit auch der ganzen Branche betraut.
Am 22. Mai 2012 findet die Jubiläumsveranstaltung im Gas- und Wärme-Institut in der Hafenstrasse statt zu der neben Vertretern der Mitgliedsunternehmen auch Kunden, Partner und Freunde des Instituts eingeladen wurden.
Das GWI freut sich besonders als Redner Herrn Staatssekretär Udo Paschedag (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Herrn Oberbürgermeister Reinhard Paß (Oberbürgermeister der Stadt Essen) und Herrn Prof. Dr. Matthias Krause (DVGW-Präsident) begrüßen zu dürfen.
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Dr. Rolf Albus, Tel. +49 (0)201 3618-100
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| Messungen von Temperaturen und Abgasbestandteilen in einem Versuchsofen für Industriebrenner bis zu einer Leistung von 1,5 MW. |
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| Labor und Versuchseinrichtung |
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