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Newsletter 2-2015

3. Runder Tisch „Gasbeschaffenheit“ am GWI

Am 05.02.2015 war das GWI bereits zum dritten Mal Gastgeber für den Runden Tisch „Gasbeschaffenheit“. Ziel dieser Veranstaltung, die 2013 das erste Mal stattfand und seither etwa alle sechs Monate wiederholt wird, ist es, den Dialog der verschiedenen Interessengruppen am Erdgasmarkt zu verbessern. Zu den Teilnehmern gehörten mehr als 20 Vertreter von Gasversorgern, Transport- und Verteilnetzbetreibern, Verbänden, gasnutzenden Industrieunternehmen, Komponentenhersteller und Forschungsinstituten. Mit Impulsvorträgen und lebhaften Diskussionen wurde im Rahmen der Veranstaltung ein Überblick über verschiedene Aspekte und die unterschiedlichen Standpunkte der Akteure in diesem komplexen und hochaktuellen Themenfeld vermittelt.

In den Impulsvorträgen wurde diesmal ein Überblick über die L-H-Marktraumanpassung, die Zukunft des Erdgases aus der Sicht eines Gashändlers, die Herausforderungen, die sich aufgrund zunehmender Gasbeschaffenheitsschwankungen für die Hersteller von stationären Gasmotoren ergeben sowie den aktuellen Stand der europäischen Bemühung zur einer harmonisierten Norm für H-Gasbeschaffenheiten (prEN 16726) gegeben. Die anschließende lebhafte Diskussion gab den Teilnehmern die Gelegenheit, ihre Standpunkte auszutauschen und zu erörtern.

Das Thema „Erdgasbeschaffenheit“ ist derzeit aus verschiedenen Gründen aktuell: veränderte Marktbedingungen, der anstehende Wegfall des niederländischen L-Gases und die damit verbundene Marktraumumstellung auf H-Gas in den bisherigen L-Gas-Gebieten (L-H-Anpassung), die zunehmende Einspeisung von Gasen aus regenerativen Quellen (Biogas, „power-to-gas“) sowie die Bestrebung der EU-Kommission, eine harmonisierte Norm für Gasbeschaffenheiten im europäischen Binnenmarkt zu etablieren (H-Gas-Harmonisierung) führen zu veränderten Rahmenbedingungen für alle Marktpartner im Gassektor. Während verstärkter Wettbewerb, eine stärkere Diversifizierung der Gasbezugsquellen (etwa durch LNG: Liquefied Natural Gas) und eine reduzierte CO2-Emissionen durch die Integration von erneuerbaren Energiequellen in das Gasnetz volkswirtschaftlich und gesamtgesellschaftlich positiv sind, befürchten viele Hersteller und Betreiber von gasbefeuerten Geräten und Anlagen, dass die mit dieser Entwicklung einhergehenden verstärkte Schwankungen der lokalen Gasbeschaffenheiten sich negativ auf ihre Produkte und Prozesse hinsichtlich Brenngasverbrauch, Wirtschaftlichkeit und Schadstoffemissionen (CO, NOX) auswirken. Der Runde Tisch stellt eine Diskussionsplattform dar, in der die verschiedenen Aspekte der aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Frage der Gasbeschaffenheiten sachlich vorgestellt und diskutiert werden, eine Gelegenheit, die von allen Teilnehmern gerne aufgegriffen wurde.

Der nächste Runde Tisch wird voraussichtlich in etwa sechs Monaten stattfinden, wiederum am GWI. 


Quelle: GWI

 

 

 

 

Das Gas- und Wärme-Institut auf der E-world energy & water in Essen

Auch die diesjährige E-world Energy and water stand für das Gas- und Wärme-Institut (GWI) wie im vergangenen Jahr unter dem Zeichen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Anlässlich des in der InnovationCity Ruhr Modellstadt Bottrop umgesetzten Projekts „100 KWK-Anlagen in Bottrop“ hat das GWI dieses Jahr die Transformation der Energiebereitstellung plakativ am Beispiel der regionalen Charakteristika der Ruhrgebietsstadt Bottrop dargestellt – der Weg von der Kohle zum Gas und vom Ofen zur Brennstoffzelle. Viele Haushalte sind – man glaubt es kaum – heute immer noch aus der alten Ruhrgebietstradition mit solchen Kohleheizungen ausgestattet. Im Rahmen des Projekts „100 KWK in Bottrop“ stößt man bei der Modernisierung der Anlagentechnik daher nicht selten auf solche Anlagen. Nach heutigem Stand der Technik können solche Wärmeerzeuger durch hocheffiziente KWK-Anlagen bzw. Brennstoffzellen ausgetauscht werden, welche neben der Wärme auch gleichzeitig elektrische Energie bereitstellen.

Die Messebesucher interessierten sich an erster Stelle für den Kostenaufwand von Geräten und Installationen. Auch die Technologie der KWK sowie deren energetische Vorteile und zusätzlich die Eignung für die individuelle Anwendung waren Fragestellung, die immer wieder adressiert wurden. Der Bekanntheitsgrad der Technologien allgemein und der Brennstoffzelle im Speziellen hat insbesondere bei potenziellen Endanwendern noch Optimierungsbedarf. Die grundsätzliche Einstellung gegenüber diesen Technologien scheint aber durchaus positiv.

    Foto: NRW-Gemeischaftsstand E-world 2015, Kohleofen (links) und Brennstoffzelle (rechts)

 

 

 

HVG-GWI-Seminar „Grundlagen der Feuerungstechnik zur Glasherstellung und Einfluss der Erdgasbeschaffenheit“ am 6. und 7. Mai am GWI

Anfang Mai laden die Hüttentechnische Vereinigung der Deutschen Glasindustrie e.V. (HVG) und das Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. zu einem Seminar über die Grundlagen der Feuerungstechnik in der Glasindustrie, insbesondere auch vor dem Hintergrund zunehmender Schwankungen der lokalen Erdgasbeschaffenheiten, nach Essen ein. Auf der zweitägigen Veranstaltung wird Praktikern aus der Glasindustrie ein vertiefter Einblick in Verbrennung und Brennertechnik mit einem besonderen Fokus auf die Besonderheiten in der Glasherstellung geboten. In zahlreichen Vorträgen werden die Grundlagen der Verbrennung, der Regelungstechnik, der Brennertechnik in der Glasindustrie und der Möglichkeiten moderner Simulationsverfahren für die Optimierung von Verbrennungsprozessen in der Glasindustrie erläutert. Der zweite Tag der Veranstaltung steht dann ganz im Zeichen des Themenfelds „Erdgasbeschaffenheit“. Vorträge über grundlegende Fragestellungen zu diesem komplexen Thema, Erfahrungen aus dem Ausland, aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und Fallbeispiele aus der industriellen Praxis sowie eine Einführung in Messverfahren zur Bestimmung von Gasbeschaffenheiten geben einen umfassenden Überblick zu diesem für die Glasindustrie hochaktuellen und wichtigen Thema.

Erdgas stellt die weitaus wichtigste Energiequelle für die deutsche Glasindustrie dar, wobei die Verbrennung von Erdgas in ganz unterschiedlichen Produktionsschritten zum Einsatz kommt, vom Schmelzen über Feeder und Formgebung bis hin zum „Abkühlen“. Gleichzeitig reagieren viele dieser Prozesse empfindlich selbst auf geringfügige Veränderungen in Ofenraumtemperatur und -atmosphäre, so dass plötzliche Veränderungen in den Verbrennungseigenschaften des dargebotenen Erdgasen zu erheblichen Herausforderungen in Bezug auf Produktqualität, Brenngasverbrauch und Schadstoffemissionen führen können. Da die lokalen Gasbeschaffenheiten gerade in Deutschland bisher traditionell recht konstant waren, fehlt es vielerorts noch an Erfahrungen, wie mit solchen in Zukunft aufgrund der Entwicklungen am Gasmarkt umgegangen werden kann. Das HVG-GWI-Seminar bildet hier die Gelegenheit, sich auszutauschen und sich über aktuelle Entwicklungen aus Industrie und Forschung zu informieren.

Weitere Informationen zum HVG-GWI-Seminar finden Sie hier.

  Quelle: HVG

 

 

 

Virtuelles Institut "Strom zu Gas und Wärme" in NRW

Abschlussbericht des Vorprojekts liegt vor    

Eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen ist die Transformation des bestehenden fossil dominierten Energieversorgungssystems hin zu einer klimafreundlichen, zugleich sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Die sogenannte Energiewende und der daraus folgende Ausbau der fluktuierenden erneuerbaren Energien gemäß den Zielen von Bund und Land NRW werden mittelfristig dazu führen, dass das zeitliche und örtliche Stromangebot nicht zur Nachfrage passt. Dementsprechend muss das zukünftige Energieversorgungssystem deutlich flexibler ausgestaltet und Möglichkeiten der Energiespeicherung geschaffen werden.

"Strom zu Gas und Wärme“ ist hierfür eine mögliche Antwort.

Das Virtuelle Institut „Strom zu Gas und Wärme“  ist ein Verbund aus dem Gas- und Wärme-Institut e. V. und sechs weiteren  Forschungsinstitutionen und untersucht im Auftrag des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, die notwendigen Flexibilitätsoptionen im Energieversorgungssystem. Diese Optionen sind eine wichtige Bedingung für die Integration von hohen volatilen Anteilen an erneuerbaren Energien im Stromnetz.

Nach dem Abschluss des einjährigen Vorprojekts sind nun erste Ergebnisse veröffentlicht worden und stehen hier zum Download bereit. Das Virtuelle Institut wird nun mit seinen Akteuren  im Rahmen des Hauptprojektes an der Umsetzung der im Bericht aufgezeigten Forschungsagenda weiter arbeiten.

(1)  Abschlussbericht zur Entwicklung einer Forschungsagenda vor dem Hintergrund der spezifischen Rahmenbedingungen             und Herausforderungen für NRW

(2)  Technologiecharakterisierungen in Form von Steckbriefen

(3)  Auswertung von Studien zu künftigem Bedarf an Stromspeicherung

Eine Broschüre zum Virtuellen Institut "Strom zu Gas und Wärme" finden Sie auf der Website der EnergieAgentur.NRW.

 

 

 

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