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Newsletter 4-2015

„LNG Roadmap - LNG as a driving force for cross-border cooperation within Europe”

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen sind die Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt die Forschung aufgefordert, Alternativen für herkömmliche Kraft-, Treib- und Brennstoffe im Markt einzuführen und gemeinsam neue Ansätze zu finden. Seit einigen Jahren steigt die Bedeutung von Flüssigerdgas (engl.: liquefied natural gas, kurz: LNG) zur Diversifizierung der Gasversorgung und als Zukunftskraft- und Treibstoff für schwere Nutzfahrzeuge, öffentliche Personennahverkehrsmittel und Schifffahrt.

Mittlerweile betreiben viele europäische Länder  bereits  große Flotten von mit LNG betriebenen Lastkraftwagen, See- und Binnenschiffen. Auch die Wärme- und Kälteerzeugung mittels LNG wird bereits in diversen Branchen und Sparten wie Industrieprozessen, Elektrizitätserzeugung oder Warenlogistik eingesetzt.

Das Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI) begleitet im Rahmen anwendungsnaher Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um die Energiethemen der Zukunft die Markteinführung von LNG. Das GWI greift dabei auf bereits gesammelte Erfahrungen mit der europäischen und deutschen Industrie zurück.

Die geografisch verkehrsgünstige Lage verleiht Deutschland und insbesondere dem Land Nordrhein-Westfalen Vorteile beim Ausbau einer Kraftstoff-Infrastruktur für LNG, welche eine besondere Rolle bei der grenzüberschreitenden Kooperation in diesem Prozess spielen.

Als Plattform für einen Erfahrungsaustausch und eine Diskussion veranstaltete das GWI zusammen mit der EnergieAgentur.NRW am 28. Mai 2015 im Maritim Hotel in Düsseldorf den Workshop “LNG Roadmap – LNG as a driving force for cross-border cooperation within Europe”. Veranstaltungspartner waren die Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung TNO und die Stiftung Energy Valley, die beide in den Niederlanden ansässig sind.

Der Workshop „LNG Roadmap“ war eine Folgeveranstaltung des Auftaktevents, welcher im Juli 2014 in Düsseldorf stattfand und relevante europäische Akteure in den Bereichen Logistik und Verkehr, Anlagenbau und Gashandel zu einer regen Fachdiskussion eingeladen hatte. Dabei wurde ein breites Themenspektrum behandelt - von der Nutzung von LNG als Kraft- und Treibstoff im Hinblick auf das Emissionsreduzierungspotential in Bereichen des Straßenverkehrs und der maritimen Anwendung bis hin zu den Förderinitiativen der Europäischen Union als Anreiz zur Nutzung von LNG im Transportsektor. Den Teilnehmern des Workshops wurden aktuelle Ergebnisse der Projekte “Masterplan für LNG auf der Rhein-Main-Donau Achse“ und „Niederländische Nationale LNG Plattform“ präsentiert. Die Beitragsreihe beinhaltete auch das Thema der Nutzung von LNG als Back-Up-Lösung und zur Grundversorgung in der Industrie. Ein besonderes Augenmerk war auf die Anwendung von LNG in Häfen zur Versorgung von angelegten Schiffen mit Elektrizität gerichtet.

Am Rande des Workshops wurden den Teilnehmern LNG-betriebene Fahrzeuge vorgestellt. Ein Citybus aus Polen, eine mobile Tankstelle und eine Sattelzugmaschine aus den Niederlanden fanden ihren Platz direkt vor dem Maritim Hotel. Dazu wurde vor Ort ein Tankvorgang beim Citybus demonstriert.  

Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Fachwelt aus den Niederlanden, Norwegen und Deutschland legte viele kritische Fragen zum Ausbau der Infrastruktur und zur Technikentwicklung offen und zeigte zudem mögliche Lösungsansätze auf.      
Der Workshop „LNG Roadmap“ versammelte am Diskussionstisch rund 100 Experten aus Deutschland, Polen, Niederlande, Österreich, Großbritannien, Belgien, Tschechien, Frankreich und Norwegen zu einem Fachgespräch über die Rolle von LNG in der Energiewirtschaft und dem Transport- und Logistiksektor sowie über die Wege der Intensivierung des Ausbaus der LNG-Infrastruktur in Deutschland und den Nachbarländern. Bereits zum zweiten Mal bewährte sich der Workshop als eine erfolgreiche Plattform zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch über den grenzüberschreitenden Einsatz von LNG in der Industrie und im Transport.

Kontakt:
Alexey Mozgovoy
Projektleiter Gasversorgung / Abteilung Brennstoff-und Gerätetechnik
Gas- und Wärme-Institut Essen e. V.
T. +49 (0)201 3618-250
E. mozgovoy@gwi-essen.de

 

 

GWI auf der Thermprocess in Düsseldorf

Vom 16. bis zum 20. Juni fand in Düsseldorf die Thermprocess statt, die als weltweit größte Industriemesse für die Thermoprozesstechnik gilt und traditionell im Verbund mit den Industriemessen GIFA, METEC und NEWCAST alle vier Jahre ausgerichtet wird. Etwa 78.000 Fachleute aus mehr als 120 Nationen waren zu Besuch und informierten sich bei mehr als 2.100 Ausstellern über deren Produkte und Dienstleistungen.

Auch das Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. war auf dem Gemeinschaftsstand der FOGI e.V. (Forschungsgemeinschaft Industrieofenbau) auf der Thermprocess vertreten und stellte seine F&E-Aktivitäten und Dienstleistungen dem internationalen Fachpublikum vor. Auf besonderes Interesse stießen in diesem Jahr Primärmaßnahmen zur Reduktion der Stickoxid-Emissionen in Industrieöfen, die Nutzung alternativer Brennstoffe, etwa Bio- oder Schwachgase, in Industrieprozessen sowie die Auswirkungen schwankender Gasbeschaffenheiten auf industrielle Feuerungssysteme. Bei lebhaften Diskussionen konnten neue Kontakte geknüpft werden.

Die nächste Thermprocess wird im Jahr 2019 wieder in Düsseldorf stattfinden. Das GWI wird in guter Tradition wieder vertreten sein.

 

 

 

2. Informationsveranstaltung / Erfahrungsaustausch - Marktraumumstellung - L/H-Gasgeräteanpassungen - Erste Erfahrungen aus aktuellen Projekten - 18. Juni 2015, Essen

Am 18. Juni 2015 lud das Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. zur 2. Informationsveranstaltung / Erfahrungsaustausch: Marktraumumstellung – L/H-Gasgeräteanpassung nach Essen ein.

Ziel dieser Veranstaltung war es, die Erfahrungen der ersten Projekte, die mit der Umstellung ihrer Bereiche begonnen haben, zusammenzufassen.
Nach einer Übersicht über die aktuellen politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen wurde das Thema der Gasgeräteanpassungen von den beteiligten Akteuren der gegenwärtigen Projekte beleuchtet. Themenschwerpunkte waren dabei:

- die ausführliche Beschreibung der Projektleitung / Qualitätssicherung der ersten Umstellbereiche Schneverdingen und Böhmetal,
- das Schulungskonzept des Gas- und Wärme-Instituts für die Anpassungsmonteure,
- die Aktivitäten der Gasgerätehersteller zur Sicherstellung der Umbauteile-Versorgung,
- die Besonderheiten der L/H-Gasanpassung bei industriellen Gasanlagen,
- die ersten Erkenntnisse der Anpassungsfirmen bei der Arbeit beim Endkunden,
- besondere Details des ersten Umstellprojektes in Schneverdingen,
- die Integration einer Software bei der Projektabwicklung.

Zusammenfassend zeigte sich, dass alle Beteiligten mit großem Know-how und Engagement die ersten Projekte durchführen. Zeitgleich wird sowohl ein erheblicher Erfahrungspool auf- und ausbaut als auch die Anzahl der erfahrenen Fachkräfte für die kommenden Projekte erweitert. Dabei waren sich alle Akteure einig, dass die frühzeitige und intensive Kommunikation aller Projektbeteiligten untereinander entscheidend für den Erfolg der weiteren Umstellungen sein wird.

Zahlreiche Fragen und ausführliche Diskussionen der fast 80 Teilnehmer bestätigen uns, mit dieser Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte geleistet zu haben. Wir werden diesen Dialog mit einer weiteren Veranstaltung im nächsten Jahr fortführen.





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