• German
  • English

Gas- und Wärme-Institut in Essen

Skizze des Power-to-Gas-Projekts ELEMENT EINS als Reallabor der Energiewende positiv bewertet

Skizze des Power-to-Gas-Projekts ELEMENT EINS als Reallabor der Energiewende positiv bewertet

 

Am 18. Juli wurden die Gewinner des Ideenwettbewerbs „Reallabor der Energiewende“ durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier persönlich bekanntgegeben. Mit ELEMENT EINS wurde auch ein Projekt, an dem die beiden Forschungsabteilungen des GWI – BGT und IFT – beteiligt sind, positiv bewertet. Im nächsten Schritt werden die Projektpartner den Projektantrag für das Forschungsvorhaben einreichen. Ziel ist es die außerordentlich komplexen marktwirtschaftlichen und regulatorischen Fragestellungen grundlegend zu untersuchen und zentrale Aussagen zu Fragen der Strom- und Gasnetzintegration, der Entwicklung von Betreibermodellen zu liefern, die auch für andere Strom- und Gasnetzbetreiber sowie Marktakteure wichtige Erkenntnisse enthalten.

Über ELEMENT EINS und das Forschungsvorhaben

Das Konsortium besteht neben dem GWI aus den Gastransportnetzbetreibern Gasunie Deutschland und Thyssengas sowie dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet und den Forschungseinrichtungen der Universitäten Clausthal, Dortmund, Duisburg-Essen sowie der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Im Rahmen von ELEMENT EINS soll untersucht werden, wie über einen großtechnischen Elektrolyseur Strom aus nahegelegenen Windenergieanlagen in Wasserstoff umgewandelt und schließlich in bestehende Ferngasleitungen eingespeist werden kann. Ergänzend zu dieser Forschung ist der Bau einer 100 MW Power-to-Gas-Pilotanlage in Niedersachsen durch die beteiligten Netzbetreiber geplant. Die Anlage soll schrittweise ab 2022 in Betrieb gehen und grünen Strom in grünes Gas umwandeln, um so neue Speicherpotenziale für erneuerbaren Strom zu erschließen. Den Partnern geht es um die umfassende Kopplung der Sektoren Energie, Verkehr und Industrie. So kann der in Gas umgewandelte Grünstrom über bestehende Gasleitungen von der Nordsee ins Ruhrgebiet transportiert werden und unter anderem auch über Wasserstoff-Tankstellen für Mobilität und über die Speicherung in Kavernen für die Industrie zur Verfügung stehen.

Mehr zu dem Projekt unter www.element-eins.eu/