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Das Bild zeigt große Wasserstofftanks (H₂) im Vordergrund, flankiert von Windkraftanlagen und einem Solarmodul. Diese Komposition symbolisiert die Verknüpfung erneuerbarer Energien mit der Wasserstofftechnologie und verdeutlicht deren zentrale Rolle in der Energiewende.

02. April 2026

Ausbläser und Fackeln – Konzepte zur Reduktion von Emissionen (AFREM)

Steckbrief
Wasserstofftank, Windkraft und Photovoltaik; © iStock; peterschreiber.media
Ausgangssituation

Ausbläser spielen im Sicherheitsmanagement der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle. Sie werden zur Druckentlastung bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, zum Abblasen bei Störungen und in Notfällen benötigt. Ein Entlassen von potenziell klimarelevanten Gasen wie Methan oder auch in Zukunft Wasserstoff sollte grundsätzlich natürlich die Ausnahme sein. Besonders im Hinblick auf Wasserstoff ergeben sich zusätzliche sicherheitstechnische Herausforderungen aufgrund seiner geringeren Zündenergie und des breiteren Zündbereichs, was neben ökologischen Aspekten auch erhöhte Anforderungen an die Sicherheit stellt. Insbesondere aufgrund der neuen regulatorischen Anforderungen und der zu beachtenden Sicherheitsaspekte bei Wasserstoff hat das Thema eine große Relevanz.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie ein sicheres Freisetzen größerer Mengen an H2 möglich ist und ob und abhängig von welchen Kriterien aus Sicherheitsgründen H2 kontrolliert abgefackelt werden muss, um generell eine gefährliche Atmosphäre nicht entstehen zu lassen. In dem Forschungsprojekt AFREM werden diese wichtigen Fragestellungen erforscht.

Projektziele
  • Reduzierung klimarelevanter Emissionen an Ausbläsern und Fackeln
  • Entwicklung von Konzepten für ein sicheres Freisetzen größerer Wasserstoffmengen
  • Untersuchung der kontrollierten Umsetzung von H₂ aus Sicherheitsgründen
  • Beschreibung und Bewertung des Konversionsgrads bei Fackelanlagen
  • Unterstützung einer vereinheitlichten Methodik für Normen und Regelwerke
  • Analyse verschiedener Anlagen und Prozesse (z. B. PtG-, Biogas-, Verdichteranlagen, Tankstellen)
  • Untersuchung emissionsrelevanter Maßnahmen wie Gasumstellung, Inertisierung und Spülung
  • Durchführung von Carbon-Footprint-Analysen für unterschiedliche Druckbereiche
  • Übertragung von Erkenntnissen aus dem Erdgasbereich auf Wasserstoffanwendungen
Förderung

Projektlaufzeit: 1,5 Jahre (4/2026 – 9/2027)
Förderkennzeichen: G 202540
Fördermittelgeber: DVGW
Partner: DBI, Open Grid Europe

Informationen zum Projekt AFREM
Hier gelangen Sie zur Seite des DVGW
Ihr Ansprechpartner
Dr. Frank Burmeister
Abteilungsleiter Brennstoff- und Gerätetechnik
Telefon+49 201 3618-245