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06. Juli 2026

LiquidNH3 – Flüssiges Ammoniak als dekarbonisierte und wirtschaftliche Option zur Beheizung von industriellen Thermoprozessanlagen.

Steckbrief
Schema LiquidNH3 (Erstellt mit KI); © GWI
Ausgangssituation

Vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung der Thermoprozessindustrie spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle als CO2-freier Energieträger. Aufgrund seiner geringen volumetrischen Energiedichte ist er jedoch nur mit hohem technischem Aufwand speicher- und über große Distanzen transportierbar. Gleichzeitig wird Deutschland einen großen Teil der kurz- und mittelfristig benötigten erneuerbaren Energie importieren müssen. Grünes Ammoniak bietet hierfür eine attraktive Alternative: Es lässt sich vergleichsweise einfach verflüssigen, transportieren und speichern. Besonders für dezentrale Industriestandorte ohne Anbindung an das Wasserstoff-Kernnetz eröffnet die direkte Nutzung von flüssigem Ammoniak einen vielversprechenden Weg zur CO2-freien Bereitstellung industrieller Prozesswärme.

Im Projekt LiquidNH3 wird daher ein kompaktes Rekuperatorbrennersystem entwickelt, das flüssiges Ammoniak direkt als Brennstoff nutzt und die Verdampfung und Überhitzung des Ammoniaks in das Brennersystem integriert. 

Projektziele
  • Untersuchung des Verdampfungsverhalten von flüssigem Ammoniak
  • Entwicklung eines Brennersystems für flüssiges NH3
  • Aufbau einer entsprechenden Versorgungsinfrastruktur 
  • Erstellung eines Sicherheitskonzeptes für den Betrieb von NH3-Brennern in industriellen Anlagen
  • Modellierung und Simulation des Ammoniak-Brennerbetriebs in einer realen industriellen Anlage 
Förderung

Fördermittelgeber: BMWE
Projektlaufzeit: 3 Jahre (7/2026 – 6/2029)
Förderkennzeichen: 03EN2144A
Partner: KueSol Additive

Ihr Ansprechpartner
Bernd Feller
Projektleiter
Telefon+49 201 3618-184