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03. August 2026

Energieeffiziente Wohnsiedlungen durch zukunftsfähige Konzepte für den denkmalgeschützten Bestand – Energieoptimiertes Quartier Margarethenhöhe Essen (EnQM)

Abschlussbericht
Energieeffiziente Wohnsiedlungen durch zukunftsfähige Konzepte für den denkmalgeschützten Be-stand – Energieoptimiertes Quartier Margarethenhöhe Essen (EnQM); © GWI

Mit dem Verbundprojekt EnQM – Energieoptimiertes Quartier Margarethenhöhe Essen wurde gezeigt, wie sich denkmalgeschützte Wohnquartiere energetisch modernisieren lassen, ohne ihren historischen Charakter zu verlieren. Über die Projektlaufzeit hinweg entwickelten und erprobten die Projektpartner innovative Sanierungskonzepte und Technologien für die historische Gartenstadt Margarethenhöhe in Essen. Ziel war es, Energieeffizienz, Klimaschutz und Denkmalschutz miteinander zu verbinden. 

Ausgangssituation

Historische Wohnquartiere stellen besondere Anforderungen an die Energiewende. Einerseits besteht ein hoher Sanierungsbedarf, andererseits schränken denkmalpflegerische Vorgaben viele klassische Maßnahmen ein. Das Projekt EnQM untersuchte deshalb, wie sich energetische Sanierung, innovative Gebäudetechnik sowie elektrische, thermische und digitale Vernetzung zu einem ganzheitlichen Quartierskonzept verbinden lassen. 

Innovative Lösungen für den Gebäudebestand

Im Projekt wurden zahlreiche Technologien entwickelt und untersucht, darunter:

  • denkmalgerechte Dämmkonzepte, 
  • Niedertemperatur-Heizsysteme und Wärmepumpen, 
  • thermisch und elektrisch aktivierte Dachsteine, 
  • Strom- und Wärmespeicher, 
  • intelligente Energie- und Smart-Home-Systeme sowie 
  • quartiersweite Energiemanagement- und Vernetzungskonzepte. 

Die entwickelten Lösungen wurden nicht nur simuliert, sondern soweit möglich in Demonstrationsgebäuden umgesetzt und messtechnisch begleitet.

Das Quartier als Gesamtsystem

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Betrachtung des gesamten Quartiers. Statt einzelne Gebäude isoliert zu optimieren, wurden Energieversorgung, Speicher, Photovoltaik, Wärmepumpen und Verbrauch gemeinsam betrachtet. Dadurch konnten unterschiedliche Transformationspfade für historische Wohnquartiere entwickelt und bewertet werden. 

Beitrag des GWI

Das GWI war insbesondere für die Modellierung der Quartiersenergieversorgung sowie die Analyse zukünftiger Energieflüsse verantwortlich. Mithilfe simulationsgestützter Untersuchungen wurden verschiedene Versorgungsszenarien entwickelt und hinsichtlich Energiebedarf, Eigenversorgung, Netzbelastung und Treibhausgasemissionen bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass integrierte Quartierskonzepte einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Entwicklung historischer Wohnsiedlungen leisten können. 

Fazit

EnQM zeigt, dass sich Denkmalschutz und Energiewende nicht ausschließen. Durch die Kombination aus energetischer Sanierung, innovativer Gebäudetechnik und intelligenter Quartiersvernetzung lassen sich historische Wohnquartiere nachhaltig weiterentwickeln und gleichzeitig ihre baukulturellen Werte erhalten.

Förderung

Projektlaufzeit: 9 Jahre (10/2016 – 9/2025)
Förderkennzeichen: 03ET1417C
Fördermittelgeber: BMWK, EnEff:Stadt
Partner: Universität Stuttgart, RWTH Aachen, Margarethe Krupp Stiftung

Ihre Ansprechpartnerin
Stefanie Douve
Projektleiterin
Telefon+49 201 3618-248