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Gas- und Wärme-Institut in Essen

BMWi-Forschungsprojekt „GasQualitaetGlas“ erfolgreich abgeschlossen

Die tiefgreifenden Veränderungen an den deutschen und europäischen Erdgasmärkten stellen alle Marktpartner vor neue Herausforderungen. Eine solche Veränderungen ist, dass die Endverbraucher zunehmend mit Schwankungen der lokalen Erdgasbeschaffenheit konfrontiert werden, was insbesondere sensible industrielle Anwendungen vor Probleme in Bezug auf Produktqualität, Prozesseffizienz oder auch Schadstoffemissionen stellen kann.

Die Feuerungsprozesse in der Glasindustrie zählen zu den empfindlichsten Prozessen in der Thermoprozesstechnik, gleichzeitig deckt diese Branche einen Großteil ihres Energiebedarfs durch Erdgas. Daher untersuchte das Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. in Kooperation mit der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie e.V. (HVG), dem VDEh-Betriebsforschungsinstitut (BFI) und der Firma STG Combustion Control GmbH & Co KG in einem dreijährigen, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprojekt, wie sich solche Gasbeschaffenheitsschwankungen auf verschiedene Prozessschritte in der Glasherstellung auswirken, welche Schwankungen real an Glasstandorten in Deutschland in den letzten Jahren aufgetreten sind, und natürlich vor allem auch, wie die Auswirkungen solcher Fluktuationen durch geeignete regelungstechnische Maßnahmen ohne Einbußen hinsichtlich Produktqualität, Effizienz oder Schadstoffemissionen ausgeglichen werden können. Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung verschiedener Messkonzepte und -geräte zur Erfassung von Gasbeschaffenheitsschwankungen. Unterstützt wurde das Projekt durch zahlreiche Partner aus der Glasindustrie, der Gaswirtschaft und von Messgeräte-Herstellern.

Die Ergebnisse des Projekts wurden im November letzten Jahres im Rahmen eines eintägigen Workshops der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Der umfangreiche Abschlussbericht des Projekts „GasQualitaetGlas“ ist hier zum Download verfügbar.